Der Impfkalender hilft Leben schützen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt, insbesondere bei Kindern zwischen dem Säuglings- und Jugendalter, den im Impfkalender vorgegebenen Richtlinien folgen, um schwere Erkrankungen zu verhindern.

Die übertragbaren Krankheiten, welche im Impfkalender berücksichtigt werden, sind besonders für Heranwachsende sehr gefährlich, zum Teil nehmen sie sogar einen tödlichen Verlauf. Dank moderner medizinischer Forschungen wurden tragisch verlaufende Epidemien weitgehend zurückgedrängt und die Sterblichkeitsrate bei Kindern drastisch reduziert. In allen Industrienationen haben Schutzimpfungen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts einen hohen Stellenwert und werden von Behörden und Regierungen kontrolliert und gefördert. Kinder- und Jugendärzte sind angehalten, auf nötige Impfungen hinzuweisen und über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären. Eine Impfpflicht existiert in Deutschland nicht; allerdings sind alle im Kalender enthaltenen Infektionskrankheiten meldepflichtig und müssen umgehend bei der zuständigen Gesundheitsbehörde bekannt gegeben werden.

Der Impfkalender der Ständigen Impfkommission gibt lediglich einen Überblick aller in der Bundesrepublik empfohlenen Schutzimpfungen, die Zustimmung zur Durchführung obliegt allein den Eltern.

Vorgeschlagen werden Impfungen ab dem zweiten Lebensmonat des Kindes, welche in bestimmten Abständen - zum Teil bis zum 17. Lebensjahr - aufgefrischt werden müssen. Dazu gehören Immunisierungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Pneumokokken und Hepatitis B. Ab dem 1. Lebensjahr kommen Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken hinzu, diese werden einmalig (etwa nach einem Jahr) aufgefrischt.

Relativ neu ist eine besondere Schutzimpfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren: ""humane Papillomviren"", kurz HPV genannt, können viele Jahre nach der Infektion zu Gebärmutterhalskrebs führen. Die Entdeckung des Impfstoffes war eine Revolution im Kampf gegen diese häufig auftretende Form der Krebserkrankung und wurde im März 2007 von der STIKO in das Programm integriert. Eine weitere Zusatzimpfung stellt die Influenza-Immunisierung (Grippeschutzimpfung) dar. Sie ist seit vielen Jahren Bestandteil im Impfkalender; insbesondere für die Risikogruppen Säuglinge, alte Menschen ab dem 60. Lebensjahr sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem durch chronische Erkrankungen. Weiterhin gilt diese Empfehlung für die gefährdeten Berufsgruppen des gesamten Gesundheitswesens.