Durchlauferhitzer entkalken – heute nicht erforderlich
Entkalken ist nicht ganz einfach, aber meist auch gar nicht erforderlich. Es gibt etliche andere Stellen, an denen sich Kalk niederschlagen kann. Diese sollten zuerst geprüft werden.
Im Gegensatz zum Boiler enthält der Durchlauferhitzer in der Regel kein warmes Wasser. Es wird erst beim Durchfluss erwärmt. Daher ist schon im Normalfall nicht mit Kalkablagerung zu rechnen. Dazu kommt, dass heute die Erhitzer mit einem Blankdraht-Heizelement bestückt sind, das praktisch nicht verkalken kann. Höchstens der Hydraulikschalter könnte verkalken, doch ist auch das unwahrscheinlich. Den Durchlauferhitzer zu entkalken - das könnte man nicht selbst erledigen. Dazu müsste das Gerät demontiert werden, was Sache des Fachmannes ist. Dies gilt auch für den Hydraulikschalter.
Bevor man daher über das Entkalken nachdenkt, sollte man nach anderen Ursachen suchen. Meist kommt man auf diesen Gedanken, weil das Wasser nicht mehr richtig warm wird oder die Durchflussmenge geringer geworden ist. Zunächst sollte man prüfen, ob überhaupt hartes Wasser vom Wasserwerk geliefert wird oder ob eine vorhandene Entkalkungsanlage nicht mehr funktioniert. Falls dies nicht der Fall ist, sollte man eine Verkalkung ausschließen können.
Anfällig für die Verkalkung sind Armaturen im Warmwasserkreis, die einen geringen Durchflussquerschnitt aufweisen. Das ist vor allem der Duschkopf. Die feinen Düsen können sich viel leichter mit Kalk zusetzen als ein Durchlauferhitzer mit ½“-Anschluss. Auch ein Wasserhahn kann da noch anfälliger sein. Der erste Blick sollte deshalb dem Duschkopf und den Anschlüssen des Schlauches gelten. Oft lässt sich das Problem durch eine neue Armatur, die es für wenig Geld im Baumarkt gibt, lösen. Die Montage von Duschschlauch und -kopf lässt sich auch von jedem Heimwerker erledigen. Wenn man zur Demontage des alten Schlauches mit der Rohrzange kräftig zupacken muss, ist es wahrscheinlich, dass man damit auch bei der Wurzel des Problems ist. Bei der Montage sollte man aber darauf achten, dass die Chromschicht der Armatur nicht verletzt wird. Harte Werkzeuge sind da tabu. Sonst hat man schnell ein anderes Problem, nämlich Rost an der Armatur.
Falls dies nicht hilft, ist wohl eine größere Reparatur fällig. Da sollte man besser den Fachmann holen, bevor man die Wohnung unter Wasser setzt und den Schaden dadurch noch vergrößert.